Gedächtniszentrum

Gedächtnisprobleme zählen zu den häufigsten Einschränkungen im Alter. Dahinter kann sich eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Erkrankungen verbergen. Dazu gehören z.B. dementielle Erkrankungen, neurologische Erkrankungen oder Depressionen. Für alle Störungsbilder gilt gleichermaßen, dass eine frühzeitige Diagnostik geboten ist, um den bestmöglichen Therapieerfolg zu gewährleisten.

Das Sächsische Krankenhaus Rodewisch bietet seit vielen Jahren Diagnostik- und Behandlungsangebote für Menschen mit Gedächtnisproblemen an. Im interdisziplinären Gedächtniszentrum Rodewisch wird die Expertise der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosoamtik und der Klinik für Neurologie gebündelt. Hier sind unter einem Dach alle Voraussetzungen für eine umfassende Diagnostik und Therapie von dementiellen Erkrankungen gegeben. So ist die komplette bildgebende Diagnostik verfügbar, zudem verfügt unser Haus über langjährige Erfahrung im Bereich der Neuropsychologie.

Im Rahmen des Gedächtniszentrums Rodewisch besteht über die stationären Bereiche hinaus auch ein Diagnostik- und Behandlungsangebot im Rahmen einer Spezialambulanz unserer Psychiatrischen Institutsambulanz.

Spezialambulanz für Gedächtnisstörungen

Das Team der Spezialambulanz für Gedächtnisstörungen ist langjährig erfahren in Diagnostik und Therapie von Gedächtnisstörungen.

Folgende Leistungen werden angeboten:

  • Detaillierte Testung der Gedächtnisstörungen und anderen Störungen der höheren Hirnleistungen
  • Umfassende neurologische, neuropsychologische und psychiatrische Diagnostik
  • Laboruntersuchungen
  • Hirnstrommessung (EEG)
  • Elektrokardiographie (EKG)
  • Bildgebung des Gehirns (CT, MRT)

Die Patienten werden umfassend über die Gedächtnisproblematik aufgeklärt und erhalten ausführliche Informationen über medikamentöse und nicht-medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten.

Angehörige werden, falls gewünscht, in die Gespräche mit einbezogen. Zudem stellen wir, wenn erforderlich, eine individuelle psychosoziale Einzelberatung sicher und informieren unsere Patienten sowie deren Angehörigen über weiterer Hilfsmöglichkeiten bzw. vermitteln diese. Darüber hinaus finden regelmäßig Informationsveranstaltungen zu der Thematik statt.

STATIONÄRE ANGEBOTE

Neurologie

In der neurologischen Klinik werden durch eine differenzierte neuropsychologische Diagnostik die Art des dementiellen Syndroms untersucht, des Weiteren konzentriert man sich hier auf die Erkennung und Behandlung von körperlich bedingten Ursachen einer Demenz wie z.B. Vitaminmangel-Erkrankungen, Wasserkopf (Hydrozephalus), Hirndurchblutungsstörungen (z.B. Schlaganfall) und anderen Stoffwechselerkrankungen. Dies erfolgt mittels modernster bildgebender Diagnostik und sonographischer oder elektroenzephalographischer Untersuchungsverfahren. Auch stellt die Liquordiagnostik (Nervenwasseruntersuchung) einen manchmal entscheidenden Punkt in der Erkennung der Ursache einer Demenz dar (z.B. bei einer Gehirnentzündung).

Einen wichtigen Punkt stellt die Frühdiagnostik von Hirnleistungsstörungen dar. Die rechtzeitige Erkennung und frühzeitige Behandlung von dementiellen Symptomen führt zu einem besseren Behandlungsergebnis.

Gerontopsychiatrie

Die Station B4/1 ist eine gerontopsychiatrische Station, auf der Patienten mit Demenzerkrankungen behandelt werden, bei denen Verhaltensaspekte eine Rolle spielen.

Es werden gleichermaßen seelische, körperliche und soziale Seiten der Erkrankung berücksichtigt. Neben einer altersspezifischen medikamentösen Behandlung kommen Methoden der Ergo- und Soziotherapie, des Gedächtnistrainings sowie Krankengymnastik, Musiktherapie und Entspannungsverfahren zur Anwendung. Eine große Bedeutung kommt bei älteren Menschen der körperlichen und geistigen Aktivierung sowie der Förderung noch vorhandener Fähigkeiten zu. Wegen der häufigen körperlichen Begleiterkrankungen erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit Ärzten anderer Fachgebiete. Die stationäre gerontopsychiatrische Behandlung ist ein zeitlich begrenztes Glied einer Betreuungskette. Weitere Maßnahmen wie etwa Pflege- oder Heimaufnahme nach der Entlassung können, falls erforderlich, von hier aus angeregt werden.

Die Anmeldung zur stationären Behandlung erfolgt durch:

  • Haus- und Nervenärzte,
  • andere Krankenhäuser,
  • medizinische Dienste
  • Gedächtnisambulanz

HÄUFIGE FRAGEN:

Wie erreiche ich das Gedächtniszentrum?

Je nachdem, ob ein ambulanter Termin gewünscht wird oder eine stationäre Aufnahme erforderlich ist, nehmen Sie telefonisch mit uns Kontakt auf (siehe Ansprechpartner).

Wer kann zur ambulanten Untersuchung überweisen?

Jeder Haus- oder Facharzt

Was soll zu einem ambulanten Termin mitgebracht werden?

  • Ggf. Überweisungsschein
  • Krankenversichertenkarte
  • Medizinische Vorbefunde
  • Ggf. Lesebrille bzw. Hörgerät
  • Wenn möglich, sollten Angehörige begleiten

Was ist bei einer stationären Aufnahme erforderlich?

  • Überweisungsschein des Haus- oder Nervenarztes
  • Krankenversichertenkarte
  • aktuelle Medikamentenliste, ggf. weitere Vorbefunde
  • Begleitung eines Angehörigen erwünscht