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Führungswechsel in der Klinik für Neurologie

Ab November findet ein personeller Wechsel an der Spitze der Neurologischen Klinik statt. Chefarzt Dr. med. Olaf Leschnik (im Bild rechts) legt sein Amt aus persönlichen Gründen nieder, die Position wird temporär mit Oberarzt Hans-Peter Röttger (im Bild links) besetzt. Dr. Leschnik wird dem Haus jedoch weiterhin als Oberarzt der Gedächtnisambulanz erhalten bleiben.
Am 22.10. wurde Dr. Leschnik feierlich im Sozialtherapeutischen Zentrum verabschiedet. Der Ärztliche Direktor, Dr. Liskowsky, hielt eine Rede und würdigte die Verdienste Dr. Leschniks. Mehr als 20 Jahre Führungsverantwortung in der Neurologischen Klinik – das ist keine Selbstverständlichkeit. Dr. Leschnik leitete die Klinik ab Januar 2004 zunächst kommissarisch, später dann zeitlich unbefristet. Er wurde in einer Zeit des Ärztemangels Chef der Neurologie, von daher war die dringendste Aufgabe nach Dienstantritt, für personelle Verstärkung zu sorgen. Einige Jahre fungierte er zudem als Stellvertretender Ärztlicher Direktor.
Unter seiner Führung wurde als Leuchtturmprojekt die MS-Ambulanz aufgebaut. Die Multiple Sklerose-Betroffenen haben dank seines Engagements eine qualitativ hochwertige Anlaufstelle gefunden. Ebenso haben etliche Patientinnen und Patienten, die an zeckenübertragenden Erkrankungen litten, den Weg – nicht nur aus Sachsen, sondern auch aus anderen Bundesländern – in unser Haus gefunden. Ein großes Thema während der letzten zwei Jahrzehnte war zudem die Versorgung von Schlaganfallpatienten. Auch wenn der Weg zur zertifizierten Stroke Unit und einer damit verbundenen höherwertigeren OPS-Vergütung letztlich verstellt blieb – die neurologische Schlaganfallversorgung hier im Haus war stets auf hohem Niveau. Dr. Liskowsky erwähnte auch die didaktische Stärke, die Dr. Leschnik auszeichnete: „Ein Chef, der nicht nur führte, sondern auch erklärte. Einer, der seinen Mitarbeitenden das Rüstzeug mitgab – nicht nur in Form von Fachwissen, sondern auch durch Klarheit im Denken und Struktur im Handeln. „Am Ende jeder Visite wusste man, wie es weitergeht." – Das ist ein Satz, den nicht jeder Chef von sich behaupten kann."
Wir danken Dr. Leschnik für die geleistete Arbeit und wünschen Herrn Röttger alles Gute für die neue Aufgabe.
01.11.2025
