Aktuelles
Erweiterung Versorgungsangebot für junge Patienten: Tagesklinik und Adoleszentenstation


Das Sächsische Krankenhaus Rodewisch freut sich über die Eröffnung einer neuen Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie. Die Genehmigung zur Errichtung der Einrichtung wurde im Zuge des aktuellen Krankenhausplans von Sachsen erteilt und konnte nun nach einer längeren Planungsphase realisiert werden. Auf dem Gelände des Sächsischen Krankenhauses standen keine Räumlichkeiten zur Verfügung, aber erfreulicherweise konnte ein Standort ganz in unmittelbarer Nähe gefunden werden: Im Ärztehaus an der Dr.-Goerdeler-Straße 2.
Damit wird der wachsenden Nachfrage nach spezialisierten psychiatrischen und psychotherapeutischen Angeboten für Kinder und Jugendliche in der Region entsprochen. Die neue Tagesklinik wird den Patientinnen und Patienten ein breites Spektrum an Therapieformen und Behandlungsmöglichkeiten bieten, die speziell auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen ausgerichtet sind. Im Fokus steht dabei die ganzheitliche, individuelle Betreuung, die eine intensive therapeutische Begleitung ohne die Notwendigkeit einer vollstationären Aufnahme ermöglicht. Die Patienten kommen früh in die Tagesklinik und gehen nachmittags wieder in ihr gewohntes Umfeld nach Hause. Dr. med. Wolfgang Liskowsky, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, äußert sich erfreut über die Eröffnung: „Die Inbetriebnahme der Tagesklinik stellt einen bedeutenden Schritt in der Versorgung junger Patientinnen und Patienten dar. Mit der neuen Einrichtung bieten wir nicht nur eine Entlastung für die Familien, sondern auch noch flexiblere Behandlungsmöglichkeiten für die Betroffenen. Die Nähe zur Klinik stellt sicher, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen
gewährleistet ist. Wir sind überzeugt, dass wir so die bestmögliche Behandlung bieten können.“
Für das kommende Jahr ist ein Nachmittag der offenen Tür geplant, an dem jede und jeder Interessierte einmal einen Blick in die neuen Räumlichkeiten werfen und mit den Mitarbeitenden ins Gespräch kommen kann: 14. Januar 2026, ab 14.00 Uhr in der Dr.-Goerdeler-Straße 2.
Weitere Informationen zur Tagesklinik finden Sie auf der Website des Bereichs.
Ebenfalls mit dem geltenden Krankenhausplan wurde eine Erhöhung der stationären Betten in der kinder- und jugendpsychiatrischen Klinik (KJP) bewilligt. Dies mündet in einer Kooperation zwischen KJP und Erwachsenenpsychiatrie in Form einer Adoleszentenstation mit 9 Behandlungsplätzen. Auf der Adoleszentenstation werden junge Erwachsene im Alter von 16 bis 25 Jahren behandelt. Gerade in diesem Alter können psychische Erkrankungen auftreten, die langfristige Auswirkungen auf die weitere Entwicklung haben können. Räumliche Kapazitäten wurden hierfür auf einem Teil der bisherigen
Station B22/1 freigegeben. Jugendliche befinden sich in dem Alter in einer besonders sensiblen Entwicklungsphase. Ihre psychischen und emotionalen Bedürfnisse unterscheiden sich von denen erwachsener Patienten. Auf einer Adoleszentenstation wird die Behandlung genau auf diese Entwicklungsphase abgestimmt, sodass sowohl die körperlichen, kognitiven als auch die sozialen Herausforderungen berücksichtigt werden. Die Adoleszentenstation bietet dabei einen geschützten Raum, in dem Jugendliche sich sicher fühlen können. Hier können sie sich mit ihren Problemen auseinandersetzen, ohne sich in einer Umgebung mit Erwachsenen oder in einem potenziell weniger verständnisvollen Umfeld wiederzufinden. Patientinnen und Patienten unter 18 Jahren mit Schulpflicht oder Berufsschulpflicht erhalten Unterricht in der Klinikschule.
Weitere Informationen zur Adoleszentenstation finden Sie hier.
mr
12.11.2025
